Messestand auf der gamescom
Die gamescom ist das größte Games-Event der Welt und baulich ein Sonderfall: Publikumsmassen, Dauerbetrieb der Technik, Inszenierung statt Beratungsstand. Darauf muss ein gamescom-Stand ausgelegt sein.
Die gamescom in Köln ist das weltgrößte Event für Computer- und Videospiele: Die Ausgabe 2025 zählte mehr als 357.000 Besucherinnen und Besucher und über 1.500 Aussteller; die Ausgabe 2026 lief vom 26. bis 30. August auf dem Gelände der Koelnmesse. Der Termin für 2027 wird vom Veranstalter bestätigt und liegt erfahrungsgemäß Ende August. Messebau Köln und Düsseldorf ist ein Angebot der Standbuilder International, Inc.; gamescom-Stände plant und baut die CBS Neospace GmbH aus Ratingen, zertifiziert nach ISO 9001:2015.
Was einen gamescom-Stand von einer Fachmesse unterscheidet
- Zwei Welten, zwei Standtypen: Die Entertainment-Bereiche sind Publikumsflächen mit Inszenierung, Bühnen und Gaming-Stationen; die Business Area funktioniert wie eine Fachmesse mit Meeting-Räumen und Terminlogik. Viele Aussteller brauchen beides, oft als getrennte Stände.
- Besucherströme als Planungsgröße: Bei sechsstelligen Besucherzahlen entscheidet die Warteschlangenführung über Erlebnis und Sicherheit. Absperrkonzepte, Queue-Design mit Unterhaltung und klare Fluchtwege gehören in den Entwurf, nicht in die Improvisation vor Ort.
- Technik im Dauerbetrieb: Dutzende Gaming-Stationen, Bildschirmwände, Sound und Licht laufen fünf Tage im Dauerlast-Betrieb. Das verlangt saubere Elektroplanung, Kühlung, Kabelwege und schnellen Support während der Laufzeit.
- Robustheit: Publikumsflächen nutzen sich anders ab als Fachbesucherstände. Materialien und Oberflächen müssen auf Beanspruchung ausgelegt sein, mit Reserven für Reparaturen über Nacht.
- Markeninszenierung: Fernwirkung zählt auf der gamescom doppelt. Höhe, Licht und Sichtachsen entscheiden, ob ein Stand in vollen Hallen gefunden wird; genehmigungspflichtige Bauhöhen und Abhängungen sind früh bei der Koelnmesse einzureichen.
Zeitplan und Vorlauf
Publikumsstände mit Bühnen, Podesten und viel Technik sind planungsintensiver als klassische Fachmessestände. Empfehlung: Konzeptstart sechs bis neun Monate vor der Messe, für die gamescom also um den Jahreswechsel. Business-Area-Stände und Mietlösungen sind mit drei bis vier Monaten Vorlauf gut realisierbar. Der Ablauf folgt dem Standard: Anfrage über das Kontaktformular mit Rückmeldung am nächsten Arbeitstag, Konzept und Angebot, Werkplanung samt Genehmigungen, Fertigung in eigener Werkstatt, Aufbau im Zeitfenster der Koelnmesse.
Kostenrahmen
Für die Standbau-Korridore gilt Köln-Standard: Systembau ab etwa 250 bis 450 EUR je m², individualisierte Mietstände etwa 400 bis 800 EUR je m², Sonderbau ab etwa 800 EUR je m². Entertainment-Stände liegen wegen Technik, Bühnenbau und Robustheit meist über den Werten reiner Beratungsstände; die Standmiete der Koelnmesse für die gamescom begann zuletzt bei etwa 180 EUR je m² für Reihenstände. Die vollständige Budgetlogik zeigt der Ratgeber Messestand-Kosten. Alle Angaben sind indikativ.
Übrigens: Wer neben der gamescom auch auf Fachmessen wie der MEDICA oder in Düsseldorf ausstellt, kann Standelemente über die Einlagerung mehrfach nutzen.